Schleudertrauma

Schleudertrauma (?)

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Wer nach einem Verkehrsunfall behauptet, eine sog. Halswirbelsäulen Verletzung z.B. Schleudertrauma) erlitten zu haben, muss nicht nachweisen, dass im Halswirbelsäulen(HWS)-Bereich unfallbedingt eine Strukturveränderung eingetreten ist.

Es muss sich aber um eine körperliche Befindlichkeitsbeeinträchtigung handeln und nicht lediglich um eine persönliche Befindlichkeitsannahme, also um eine psychische Befindlichkeitssbeeinträchtigung. Es geht um die körperliche Integrität und nicht um die psychische Befindlichkeit.

Wer also nach einem Unfall Schadensersatzansprüche wegen einer angeblich erlittenen HWS-Verletzung geltend machen will, muss zur Überzeugung des Gerichtes nachweisen, dass er eine körperliche Befindlichkeitsstörung erlitten hat, nicht nur eine psychische und zwar im Wege des Vollbeweiseses nach § 286 ZPO.

Der Beweis kann in der Regel nur durch ein Sachverständigengutachten erbracht werden. Denn allein ein aufgrund Angaben des Patienten gewonnenes diffuses Beschwerdebild reicht in der Regel nicht aus.

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