Fristlose Kündigung nach Straftat?

Außerdienstliche Straftat rechtfertigt fristlose Kündigung?

fristlose Kündigung
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Eine außerdienstliche Straftat rechtfertigt nicht in jedem Fall die fristlose Kündigung des Arbeitnehmers. Ein Mitarbeiter eines Chemieunternehmens klagte gegen die Kündigung seines Arbeitgebers. Nach einem versuchten  Sprengstoffvergehen, außerhalb der Arbeitszeit, kam es zu einer fristlosen Kündigung. Das Arbeitsgericht gab dem Arbeitnehmer recht. Das Gericht hat die Entscheidung mit der konkreten Arbeitsaufgabe des Mannes, seiner Stellung im Betrieb und der langen Betriebszugehörigkeit begründet.

Ein Verhalten außerhalb der Arbeitszeit kann zu einer fristlosen Kündigung führen, nämlich dann, wenn die Eignung beziehungsweise Zuverlässigkeit des Arbeitnehmers infrage gestellt werden muss.

Allerdings müssen Art und Schwere des Delikts, die vertragliche Tätigkeit sowie die Stellung im Betrieb berücksichtigt werden.

Urteil LAG Düsseldorf vom 12.04.2018 – 11 Sa 319/17

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