Bewerbung als Polizist mit Tattoo?

Bewerbung als Polizist mit Tattoo?

Bewerbung als Polizist mit Tattoo?
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Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München hat Tattoos bei einem Bewerber im Polizeidienst verboten. Damit scheiterte ein Polizist, der sich einen „Aloha“-Schriftzug auf den linken Unterarm tätowieren lassen wollte, mit seiner Klage (Urteil vom 14.11.2018, Az.: 3 BV 16.2072).

Art. 75 des Bayerischen Beamtengesetzes sei die Grundlage für das Verbot.  „Soweit es das Amt erfordert, kann die oberste Dienstbehörde nähere Bestimmungen über das Tragen von Dienstkleidung und das während des Dienstes zu wahrende äußere Erscheinungsbild der Beamten und Beamtinnen treffen“, heißt es darin. „Dazu zählen auch Haar- und Barttracht sowie sonstige sichtbare und nicht sofort ablegbare Erscheinungsmerkmale.“ Der Freistaat Bayern argumentierte damit, dass es  darum geht, den Polizeibeamten zu schützen, denn Vertrauen und Respekt der Bürger sinke, wenn ein Polizist sichtbar tätowiert oder gepierct ist. Damit steige auch das Einsatzrisiko des Beamten, weil sich manche Bürger eher widersetzen könnten.

Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen in Münster hat in einem ähnlichen Fall ganz anders entschieden. Ein großer Löwenkopf auf dem Unterarm war für die Richter kein Grund, einen Bewerber vom Polizeidienst in Nordrhein-Westfalen auszuschließen. Einer Polizei-Anwärterin mit auffälligem Tattoo erging es in Hessen dagegen anders: Sie hatte sich den Spruch „Bitte bezwinge mich“ sichtbar tätowieren lassen. Das war dann doch zuviel, urteilte der Hessische VGH in Kassel.

Ob das aber in Anbetracht der großen „Fangemeinde Tattoo“ noch zeitgemäß ist?

*Gekennzeichnete Bilder  sind Public Domain und unterliegen den Creative Commons CC0 bei Pixabay

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