Auffahrunfall, Skipiste

Auffahrunfall auf Skipiste- Anscheinsbeweis gilt auch hier?

Auffahrunfall Skipiste
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Nach einem Auffahrunfall auf einer Skipiste  zwischen zwei Skifahrern  hatte das Landgericht Köln zu urteilen. Es sah bei Geltung der FIS-Regeln, des Internationalen Ski-Verbandes einen Beweis des ersten Anscheins dafür, dass der von hinten kommende Wintersportler die Alleinschuld an dem Unfall trägt.

Landgerichts Köln vom 15.08.2017 (Az.: 30 O 53/17).

Das LG Köln gab dem Kläger jetzt recht und verurteilte den Beklagten zu weiteren 6.000 Euro Schmerzensgeld und rund 2.000 Euro Schadensersatz. Denn gegen den Beklagten habe ein Anscheinsbeweis gesprochen – ähnlich wie im Straßenverkehr –, da er „von hinten“ auf den Kläger aufgefahren war.

Die FIS-Regeln sind allgemeine Verhaltensregeln des Internationalen Ski-Verbandes FIS für Skifahrer und Snowboarder. Sie gelten weltweit und nicht nur auf Skipisten und sollen – einer Straßenverkehrsordnung vergleichbar – Unfälle und gegenseitiges Gefährden vermeiden. Der oberste Grundsatz der FIS-Regeln lautet „Rücksicht“.

Auffahrunfall Skipiste

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